Browsing Tag

women

Allgemein Training Travel

Diese Tipps hätte ich gerne vor meinem ersten Rennrad-Rennen Eschborn Frankfurt bekommen:

29. März 2019

1.5.2018, 8:30 morgens, gute 12 Grad, auf dem Parkplatz eines Möbelhauses: ich stehe in voller Renn-Montur mit meinem Rennrad am Start meines allerersten Radrennens. Eschborn Frankfurt. Noch ein gutes Jahr davor hätte ich mir um diese Uhrzeit meinen letzten Longdrink ausgetrunken und ein Wiener Innenstadtlokal verlassen, um ins Bett zu gehen. Aber naja, Zeiten ändern sich, Ziele ändern sich, und ich wollte den Mythos Rad-Klassiker mal selbst ausprobieren. Gemeinsam mit dem Team Alpecin und 5.500 anderen Starten ging es auf eine 100 km lange emotionale Berg- und Talfahrt. Denn ich hatte zwar kein besonderes Ziel, außer heil finishen und die gesperrten Straßen zu genießen, aber war nach dem Einfahren am Vortag schwer nervös.

Wie es mir erging? Das könnt ihr hier lesen:

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Soooo as I talked about falling off legs and feeling like dying I had a massive throwback in my mind to my first road race ever. TLDR: I was afraid but finished well. It was @eschbornfrankfurt 10 months ago. I decided to go for the long route as I wanted to get to know the effort you have to put in for long road races before L’Étape. There was this rather steep but short mountain called the #mammolshainerberg after 90 km with something like 24% and the steepest part. I knew that I rode similar stuff before – but with 34/32. As I didn’t take my roadbike with me, I had to work with the stuff the team gave me. Well, they gave me a beautiful bike but with a 28 cassette. I know a lot of you will laugh now because you learned cycling with way harder equipment – but I was really afraid! And fear doesnt go away from someone telling you: Ooooh I did this with 42/52 easily. 🙃 At the training the day before I didn’t manage to finish it without dismounting. Twice. I was cycling since 9 months then – and have always been quite anxious about heights and steep stuff. Long mimimi and a hard time falling asleep (because I was so afraid to ride it the next day during the race) followed. 😬 Long story short , in this picture you see me smiling because I did not only ride it completely without dismounting, but I was also overtaking other people on it. The atmosphere was unbelievable, all the people screaming and pushing me was a feeling I never experienced so far. And in the moment I arrived at the top, they played my favorite song. I couldn’t help but smile from one ear to the other. 😄 Since this moment, I stopped trying to not being afraid but i let the fear be, and just do it anyway. I’m still anxious a lot – on the bike but also in every day life – but courage isn’t never being afraid, it’s being afraid and doing it anyway. So cycling taught me to be courageous 💪🏻 and maybe also to try not overthinking everything so much. If you are quite new into cycling and this whole racing thing seems a bit frightening, I would highly suggest you to try it anyway – just once. You have nothing to lose, just gain a lot of self esteem and maybe a podium 🤪

Ein Beitrag geteilt von Nora Freitag (@unicorncycling) am

Jetzt, 11 Monate später, habe ich mich wieder für das selbe Rennen angemeldet – und schreibe deswegen für euch noch einmal die Tipps zusammen, die ich gerne vor meinem ersten Rennen gehört hätte:

 

„Scheiß di ned an!“

Hat sie das jetzt echt geschrieben? Nein! Doch! Oh! Das ist gut wienerisch für: hör auf mit der übertriebenen Angst. Du fährst ja kein Rennen mit den Profis, nur die Strecke der Profis. Wenn du deine Durchschnittsgeschwindigkeit angegeben hast, kommst du automatisch mit anderen, die ein anderes Tempo fahren können, in einen gemeinsamen Startblock. So hast du zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, irgendwo hinterher zu fahren.

Fahr weiter!

Mit 2 großen Flaschen und etwas Training im Essen aus der Trikot-Tasche ist selbst auf der Extreme-Strecke eigentlich keine Pause zwingend notwendig (außer die Natur ruft). So sparst du wertvolle Zeit und musst dir außerdem nicht wieder eine neue Gruppe in deinem Tempo suchen. Ja, womöglich drückt der Sattel ein Bisschen, oder du würdest den Riegel gerne in Ruhe Essen, aber das kannst du ja bei allen anderen Ausfahrten auch wieder machen…

rennrad_eschborn_frankfurt_unicorn_cycling

Genieß die abgesperrten Straßen

Der absolute Hammer! Ein Teil der Strecke führte sogar über eine dreispurige Straße, die wir uns ganz für uns hatten. Diverse Male musste ich einfach „Oh mein Gott!“ und „Das ist einfach nur geil.“ rufen, weil es mir so einen Spaß gemacht hat.

 

Nimms mit Humor

… so wie ich und eine andere junge Dame, die am Ruppertshain „Die schon wieder!“ geschnaubt hat, als ich das 3. Mal an ihr vorbei gefahren bin. Ich war nämlich bei meinem ersten Radrennen wirklich eine desolate Abfahrerin, ganz im Gegenteil zu ihr, die die Kurven mit einem solche Selbstvertrauen genommen hat, dass mir fast die Kinnlade runter geklappt wäre. Ich meinte zu ihr: „Och, wenn ich könnte, würde ich mit dir tauschen!“ – und wir mussten beide lachen. Ja klar, es ist ein Rennen. Aber solange man nicht ums Stockerl fährt, kann man sich auch einfach mal amüsieren. Den Feldberg rauf hatte ich ein super nettes Gespräch mit einer Frankfurterin, die schon deutlich erfahrener im Rennrad-Fahren war, geplaudert – während wir die meisten Männer nur noch hochroten Kopfes hinter uns lechzen hörten.

rennrad_eschborn_frankfurt_unicorn_cycling

Mit dem Auto zur Ziellinie? Keine gute Idee

Dann lieber ein paar Meter zur nächsten S-Bahn-Station ein- und ausradeln. Macht mehr Spaß, ist gut fürs Rennen und man steht nicht ewig danach im Stau. Ich bin zwar selbst öffentlich angereist, aber am Weg zur S-Bahn bin ich an einer Kolonne von Autos vorbei und über gesperrte Straßen gegangen – und hab mich gefreut.

 

Schau dir die Zieleinfahrt der Profis an

Nach einer Dusche und einem Finisher-Bier ging es mit einem fetten Grinser im Gesicht in Richtung Frankfurt, wo in bälde die Profis im Ziel ankommen sollten. Und was soll ich sagen: im Zielbereich war eine bomben Stimmung und ich traf auch noch Nhat, dessen Blogpost über Mallorca 312 so ziemlich der erste war, den ich Radrennen gelesen habe. (By the way: dieser Blog ist so hammermäßig geschrieben, dass ich beim Lesen beinahe meinen Kaffee über die Tastatur gespuckt hätte, danke dafür!)

Mir haben die jubelnden Fans, das Knattern der „Aufblasdinger“ gegen die Banden, die Aufregung, wenn das erste Auto durchfährt und dann das Sirren der Carbon-Raketen der Profis so unfassbar gut gefallen, dass ich einen Besuch in der Frankfurter City schon fix eingeplant habe, anstatt mich gleich nach dem Rennen auf den Weg nach Hause zu machen.

rennrad_eschborn_frankfurt_unicorn_cycling

Falls ihr noch weitere Fragen zur Renn-Vorbereitung habt, meldet euch wirklich total gerne! Ich bin zwar kein Fachmann, aber 4 Straßen- und zwei CX-Rennen habe ich 2018 im Sattel. Ich hoffe, ich versteht, dass ich ohne einer soliden Ausbildung im Training keine konkreten Tipps zu Trainingseinheiten vor dem Rennen geben kann. Dafür gibt es ganz andere Experten. Ich persönlich würde es nur in der Woche vor dem Rennen nicht allzu Übertreiben und etwas mehr Kohlenhydrate als gewohnt essen.

Hier habe ich auch einen detaillierten Bericht über das Rennen Eschborn-Frankfurt geschrieben. 

So, und jetzt kommen dir richtig großen News: Mary (@qom_at_me) und ich werden in einem Monat dieses Rennen zusammen fahren! Passender Weise ist es auch Mary’s erstes Rennen. Und große News sind es deswegen, da unsere Beine zusammen beinahe 4m lang sind. #RiesenTeam
Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf sie – und natürlich auf das Team Alpecin 2019!

 

Du möchtest mit uns starten?
Hier gehts zur Anmeldung!

Anmeldung geöffnet bis zum 14. April und Nachnennung vor Ort möglich
#Kooperation: Danke an Eschborn Frankfurt für die Unterstützung durch den Startplatz!

Allgemein Travel

Wie es sich anfühlt, als Rennrad-Rookie die L’Étape du Tour zu fahren

1. August 2018

Zeit meines Lebens habe ich es nicht geschafft, mir regelmäßig sportliche Übertragungen anzusehen – mal abgesehen von den 3 Wochen Fußball-EM und -WM. Die mochte ich schon immer, da alle Schanigärten (auf Deutsch: Gastgärten) gut gefüllt waren und es eine fantastische Beschäftigung ist, seinen österreichischen Freunden mit Jubel, sobald die deutschen Spieler etwas halbwegs vernünftiges Machen, auf die Nerven zu gehen. Das sollte dieses Jahr, wie allgemein bekannt, nichts werden. Glücklicherweise habe ich aber inzwischen ein gewisses Interesse für die TV-Übertragungen vom Profi-Radsport entwickelt. Beim Treffen mit den Eltern mal unauffällig das Handy zücken, um einen kurzen Blick in den Live-Stream zu erhaschen? Im Büro um Punkt 13:00 in Ermangelung des Eurosport Players den Live-Ticker auf Sportschau in einem eigenen Tab aktivieren? Ein Fantasy-Tour-de-France-Team erstellen und täglich umpositionieren, um die meisten Punkte durch die gefahrenen Kilometer der „echten“ Profis zu generieren? Eventuell habe ich all das in den letzten Wochen getan. Theoretisch kann man also nicht sagen, ich wusste nicht, worauf ich mich einlasse.

Praktisch fragte mich Daniel von der RoadBIKE Anfang Februar, ob ich es mir denn nach etwas mehr als einem halben Jahr auf dem Rennrad zutraue, eine Etappe der Tour de France zu fahren. Ich: „Natürlich! Meine erste Ausfahrt war direkt ein Grand Fondo und ich habe auch schon ein paar Mal richtig Höhenmeter gemacht! Über 1000!“ Kurzes Schweigen am Ende der Leitung. Nachher ist man immer klüger.

Nachdem ich in Bielefeld mein rotes Canyon Endurace CF SLX, oder auch: den Ferarri unter den Rennrädern, sowie einen ausgeklügelten Trainingsplan bekam, war ich mir sicher, dass das eine großartige Idee war. Auch als ich in Kaltern bei unserem Trainingscamp bei Abfahrten immer hinter den anderen herlutschte, kam mir nicht ein Gedanke, dass eine Berg-Etappe der Tour de France eventuell eine andere Hausnummer wäre. Waren ja nur 169km und nicht der Ötzi, wie bei den Anderen in den Jahren zuvor.

 

Reisen mit Radkoffer

Anreise

Freitag nachmittag stieg ich in den Flieger nach Genf und dann ging es mit dem Shuttle weiter in unser Team-Lodge in der Nähe von La Clusazs. Eine Millionen Kalorien verbrannten allerdings mein Freund und ich bereits am Vortag, als wir versuchten, mein eher breit gebautes Rad (Endurance-Geometrie, wie ihr ja wisst) mit Scheibenbremsen in irgendeinen der 2 neu angeschafften Radkoffer zu bekommen. Aero-Vorbau abmontieren. Schaltauge abmontieren. Sattelstütze raus. Räder abmontieren und die leeren Bremsbeläge mit Pappe ausstopfen. Alles festzurren. Koffer schließen… Koffer lässt sich nicht schließen. Andrer Koffer, gleiches Spiel. Auf einen Carbon-Rahmen sollte man sich ja auch eher nicht so drauf setzen wie auf seinen übervollen Koffer für eine Woche Strandurlaub. Carbon-Laufräder versucht, ineinander zu stecken. Das konnte nicht gesund sein für das Material, außerdem man kennt ja auch die Videos, wie Flughafen-Mitarbeiter mit diesen quasi jonglieren. Also: das vordere Laufrad musste zuhause bleiben, Lude, unser Teamchef, hatte noch eins für mich auf Lager.

unicorn_cycling_team_alpecin_letape_du_tour

Als eine der letzten traf ich in unserer Hütte für die nächsten Tage ein, hatten sich bereits die anderen Alpecinis vor dem Fernseher versammelt, um WM zu schauen. Wir freuten uns, dass wir (fast) alle wieder zusammen waren und bekamen von 2 Köchen ein hervorragendes, Carb-lastiges Abendmahl kredenzt. Eigene Köche! Wie geil ist das denn! Aber: generell war Hütte, was Lodge (scheinbar) übersetzt bedeutet, eine maßlose Untertreibung. Eine riesige Terrasse mit Ausblick auf die französischen Alpen, umgeben von kleinen Schaf- und Ziegenherden, von denen man allerdings meist nur die Glocken hörte, ein Indoor-Pool, eine kleine Zapfanlage für das Bier nach dem Rennen und natürlich: ein Mechanik-Raum mit einer Menge an Rädern, alle im Preissegment eines guten Kleinwagens. Unser Team-Mechaniker und ich bauten mein Rad zusammen. Endlich wurde mein „kleiner“ Spacer-Turm etwas gekürzt! Und: Meine Kassette und meine Kette waren die Saubersten! Ich hatte alles fein säuberlich geputzt und natürlich nicht eingeölt, bevor ich es verpackt habe. Auf Kettenöl im Koffer konnte ich nämlich gut verzichten. Allerdings hatte ich auch jegliche Öl-Reste zwischen den Gliedern entfernt, sodass sich die Kette anhörte wie eine Kaffeemaschine. Na toll, da macht man die ganze Fleißarbeit und gedankt wird es einem durch Witze. „SO bist du gefahren?!“ Natürlich nicht. Auch egal. Neues Öl drauf und das Rad war fahrbereit.

Samstag

Samstag lief alles nach Plan: meine Kette machte keinen einzigen Mucks, ich merkte sofort, dass ich mich trotz der ungewohnten Umgebung auf meinem Rad wie zuhause fühlte und mir keine Sorgen machen müsste. Auch wenn ich nicht ganz so schnell abfahre wie die anderen, konnte ich am Berg und in der Ebene locker mit mithalten – das war in Kaltern noch nicht so. Die nicht enden wollenden Grundlagen-Einheiten, das abspulen von Intervallen entlang der Donau und das stupide wiederholte Auf- und Abfahren, teilweise 4 Mal hintereinander, ein und desselben Hausbergs bei Wien waren also nicht für den Hugo gewesen. Na immerhin.

Unicorn_Cycling_team_alpecin_bengt_stiller

Leider kam es dann zu einem Sturz. Maddie, meine Team-Kollegin, auch erst seit weniger als einem Jahr, dafür aber wahnsinnig geschickt, auf dem Rennrad unterwegs, erwischte es übel auf einer Abfahrt. Ach du Schande… Die ist doch deutlich wiffer im Abfahren als ich! Und wenn ich morgen 4000 Höhenmeter rauf muss, muss ich doch zumindest eine ähnliche Anzahl an Höhenmetern wieder abfahren! Nooo! Das Kopfkino setzte ein… Doch für mich ging es erstmal weiter nach Annecy: in der L’Étape-Village sammelten wir unsere Startnummern, hangen auffällig lässig beim Katusha-Stand rum und genossen das schöne Städtchen. Der Lac d’Annecy war wirklich unfassbar schön und beinahe kitschig. Oder sagen wir es so: wenn jetzt 2 Delfine aus dem Wasser gesprungen wären und sich geküsst hätten, wäre ich nicht überrascht gewesen. Dann noch mal Carb-Loading mit Paella in der Lodge, alle Sachen penibel sortiert rauslegen, Briefing von Lude und Flo, unserem Trainer und ab in die Heia. Um 22 war Licht aus. 

L’Étape du Tour Village

 

 

Raceday

Mein Wecker klingelte nämlich um 3 Uhr morgens. Ich wachte vollkommen gerädert auf. Eingeschlafen bin ich erst um kurz nach halb 1. Wer kommt auf so eine bescheuerte Idee, das Rennen um 6:45 zu starten?! (Ach Nora, du naive Sau. Damit du deinen Allerwertesten noch vor Einbruch der Dunkelheit ins Ziel bekommst)
Es ging dann alles recht zackig: Zähne putzen, Sonnencreme, rein in die Radsachen, das gewohnte Pre-Race-Breakfast, gefühlt 7 Toilettenbesuche, rein in den Shuttle und auf nach Annecy.

Unsere Räder standen schon top in Schuss bereit:
Schläuche und Mäntel waren top in Schuss
Reifendruck wurde für das Streckenprofil optimal adjustert (4,5bar)
Batterien in den Schalthebeln wurden gecheckt und getauscht (Ich glaube, in der Nacht davor habe ich geträumt, dass genau die auf einem der Anstiege leer gehen. Und die kannst du nicht mal so eben tauschen wie die Akkus an der SRAM red eTap)
In unserer Satteltasche war ein Ersatzschlauch, Reifenheber und ein Multi-Tool und in meinen Rückentaschen waren 4 Cola-Riegel, um die 18 Gels und mein voll geladener Wahoo. LEDs und Töne hatte ich bereits am Vorabend deaktiviert, just in case, man möchte ja nicht auf offener Strecke ohne Rad-Computer dastehen, oder noch schlimmer, die Fahrt nicht auf Strava hochladen können. Dann hätte ich das ganze nochmal fahren müssen.

Mit dem Shuttle ging es dann zum Parkplatz der Uni, von wo aus wir uns in den Startbereich einrollten. Auf dem Weg dahin vertrieb ich mir meine Nervosität, indem ich mit dem freundlichen französischen Fahrer des anderen Shuttles telefonierte und versuchte, ihn mit den letzten verbliebenen Fetzen meines Schulfranzösisch zu unserer Unterkunft zu manövrieren, damit auch der 2. Teil der Gruppe eingesammelt werden konnte. Englisch sprechen die Franzosen bekannter Weise seeehr ungern und ich hatte leider einmal zu oft erwähnt, „dass ich ja sogar französisch als Unterrichtssprache hatte!“. Tja, das hatte ich nun davon. Von 5 Jahren französisch und 2 Sprachreisen war kaum mehr übrig als ein Mischmasch aus Denglisch, Italienisch, etwas französisch und – ach du scheiße – war das grade spanisch?

Weniger kuschelig wurde es dann im Startbereich bei 14 Grad auf den Startschuss zu warten, aber wir waren dank dem Alpecin-Orga-Team klar im Vorteil: unsere Ärmlinge und Westen flogen nach und nach über den Zaun, wo sie für uns ins Ziel transportiert wurden. Angesagt waren tagsüber Temperaturen bis 33 Grad. Hach, schon schön, nicht zu frieren und trotzdem nicht das unnötige Gewicht in den Trikot-Taschen mitschleppen zu müssen, wenn die Sonne erstmal richtig aufgegangen war! Gegen den Fahrtwind schob ich mir eine Doppelseite der Ötzi-Ergebnisse 2017 zwischen Trikot und Baselayer. Genial. Die konnte man dann einfach wegschmeißen, wenn die erste Abfahrt überstanden ist. Wie die Profis (früher)!

 

Los ging es um den Lac d’Annecy – ich kurbelte gemütlich dahin und plauderte mit unserem Fotografen, der witzigerweise auch aus Wien kam. Schließlich hatte uns Flo eingebläut, uns nicht gleich zu Beginn auszupowern. Immer wieder fand ich Gruppen, deren Tempo für mich passte, sodass ich schön Grundlage bis zum ersten kleinen Anstieg nach ca. 30 km fuhr. Im Streckenprofil sah der Col de Bluffy, ein Berg der Kategorie 4, neben den beeindruckenden Pässen, die auf uns warteten, eher wie eine Betonblase aus – aber wer sich hier überanstrengte, sollte spätestens auf dem übernächsten Anstieg zum Plateau des Glières Probleme bekommen. Also: 1. Gel und rüber da.

 

Col de la Croix Fry / 11 km mit 7% Avg.

Bei der ersten Labestation legte ich einen Zwischenstop ein und füllte meine Flaschen auf. Vor mir lag der Col de la Croix Fry, Berg der Kategorie 1 – 11km mit 7% Steigung im Schnitt. Von allen Anstiegen, die noch auf mich zukommen sollten, bestimmt der humanste. Aber länger als jeder andere Pass, den ich bislang gefahren bin! Noch einmal tief durchatmen, rauf auf den Sattel, kräftig in die Pedale getreten und los ging es – und der Berg war wunderschön! In den kleinen Bergdörfchen wie Manigod waren bereits Zuschauer, die uns bei ihrem Morgen-Kaffee anfeuerten. Die Straße war in einem fantastischen Zustand, ich fuhr gemütlich, schließlich wollte ich ja auch ein bisschen das Panorama genießen, und um mich rum begannen noch alle Startnummern mit 2, 3 oder 4. Ich fand die Motivations-Schilder am Streckenrand lustig und um mich herum waren auch nur gut gelaunte Fahrer. Hin und wieder hörte man mal ein Keuchen, nun redete aber keiner mehr miteinander.

Montée du plateau des Glières / 6 km mit 11,2% Avg.

Berg Numero Uno war schneller geschafft, als ich mir in meinen kühnsten Träumen erwartet hätte, und oben traf ich sogar meine Teamkollegen Tim, Arne, Les und Rens! Flaschen voll, 1. Riegel futtern, und nach einer gemütlichen Abfahrt durch La Clusazs stand mir der zweite Pass bevor, vor dem ich den größten Respekt hatte: Der Anstieg zum Plateau des Glières. 6 km mit 11,2% Steigung – im Durchschnitt! Ein Anstieg der Kategorie HC. Ich nestelte die durchgeschwitzten Zeitungspapier-Lagen aus meinem Trikot und dann ging es auch schon los: Die Straße war hier eher schmal und im 3 Minuten Takt fuhren auch noch Motorräder des Veranstalters, der Polizei und der Fotografen an uns vorbei. Meine Beine begannen nach 2 km das erste Mal zu zwicken. Der Ansteig erinnerte mich an meinen Hausberg, Hadersfeld, dessen erste paar Meter recht steil waren. Hier ging es allerdings nicht um ein paar Meter, sondern um 6 Kilometer! Ich fragte mich durchgehend, wer auf die hirnrissige Idee gekommen war, hier eine Straße hinzumachen? Am Straßenrand schoben die Ersten. Kurz darauf sollte ich auch schieben: direkt vor mir stürzten zwei Männer, links gab es nur den ungeschützten, steilen Bergabhang, rechts hatte ich keinen Platz, vorbei zu kommen, also klinkte ich aus und blieb stehen. Ich war auf der linken Seite, anfahren tut man für gewöhnlich rechts, um andere Teilnehmer nicht zu gefährden. Mein Wahoo zeigte eine Steigung von 14% an, weit und breit gab es kein Loch, um auf die rechte Seite zu kommen, also schob ich ein Stückchen, um einen Platz zu finden, der nicht zu steil zum Anfahren war – entlang der schmalen Kante, die die Straße vom Abhang trennte. Langsam stieg in mir ein ungutes Gefühl auf, wie ich es bislang noch nicht kannte. Kalte, blanke Panik. Was, wenn sich die nächsten Kilometer kein Platz zum Anfahren finden ließ? Ich abrutschte und in die Tiefe fiel? Oder ich beim Anfahren stürzte? Meine Hände wurden zittrig und ich spürte, wie mir das Wasser in die Augen stieg. In meinem Kopf ließ sich kein Gedanke mehr so recht ordnen. Niemand redete hier miteinander, auch nicht mit denen, die bereits am Straßenrand saßen und lagen. Das einzige, was ich hörte war ein durchgehendes Keuchen und hin und wieder eine schlecht geölte Kette.
Da blieb auf einmal ein kleines Loch und ich konnte auf eine Ausbuchtung der rechten Straßenseite wechseln. Dort standen und lagen einige andere, die ausgeklinkt hatten, und fuhren nach und nach an. Einer der Wartenden sah, dass es mir nicht gut ging. Er schnappte mein Fahrrad, sagte mir auf französisch, dass ich mich kurz hinsetzen solle, um etwas Wasser zu trinken. Und dann machte er einen Witz – keinen guten, nichts besonderes, aber die Situation war so irre, es brachte mich einfach auf andere Gedanken und ich musste Grinsen. Sofort merkte ich, wie mein Körper wieder Glückshormone ausschüttete und die bedrückende Angst abnahm. Ich stand auf, schnappte mir mein Fahrrad und klinkte beim ersten Versuch sofort ein.

 

Irgendwann war es dann geschafft, ich hatte die Bergwertung erreicht, und nun kam das Gravel-Stück, auf das ich mich am meisten gefreut habe! Vom Feeling ähnelte es der Strade Bianche und ließ super fahren. Rauf, runter, rauf, runter und hin und wieder den nach und nach immer mehr technischen Defekten am Straßenrand ausweichen. Wegen so einem Stückchen wurde davor so Panik gemacht? Das ich nicht lache! Es machte einfach richtig Spaß und ich genoss, genug Platz zu haben, um meine eigene Linie zu fahren. Trainiert hatte ich unter anderem auf kleinen, flachen Feldwegen und einem MTB-Trail in der Lobau.

In Gedanken verfluchte ich noch einmal denjenigen, der es für eine gute Idee gehalten hatte, eine so steile Straße wie den Montée du plateau des Glières zu bauen, schnappte mir frisches Wasser bei der Labestation und machte mich auf meine 13 Kilometer lange Abfahrt, die von einem weiteren kleinen Berg und einem recht langen, flachen Stück zu den letzten 2 Pässen führte. Das zog sich ordentlich hin! Eigentlich hätte jetzt auch Schluss sein können. Das waren grade schon mehr Höhenmeter, als ich jemals zuvor am Stück zurück gelegt hatte. Verrückt. Das Restaurant da am Straßenrand sieht doch nett aus? So etwas richtiges zu essen wäre jetzt schon mega! Und dann sage ich einfach, ich hab Knieschmerzen oder so und lasse mich einsammeln… Verdammt, ich hatte ja aus Gewichtsgründen mein Geld in der Lodge gelassen. Naja. Dann mach ich halt weiter.

„Allez les filles!“ Die Franzosen sind wirklich Radsport-Verrückt. Nicht nur für die Profis, auch für uns Jedermänner standen sie einen ganzen Tag am Straßenrand und hatten in rauen Mengen Wasserflaschen für uns parat. Auch kleine Säckchen mit Eiswürfeln durften wir uns im Vorbeifahren in den Nacken legen lassen. Und wenn man als Frau vorbei fuhr, jubelten selbst die bereits heiseren noch einmal laut auf! „Allez les filles“ Also: allez! Und ich machte ordentlich Zeitrückstand, der sich durch meine inexistenten Abfahr-Skills eher in Startnummer mit 5, 6 oder 7 zu Beginn ausgebaut hatte, gut. Das gab mir auch noch einmal neue Motivation.

Col de Romme / 9 km und 8,8% Avg.

Bei der vollkommen überfüllten Labestation am Fuße des Col de Romme wurde es richtig heiß: Mein Wahoo zeigte 32 Grad an. Überall lagen Menschen, Räder, Räder über Menschen, Menschen über Räder, die Männer pinkelten irgendwo in die Ecken, wir Mädels entdeckten neben den spärlich bemessenen 3 Dixi-Klos eine richtige Toilette. Mit Klopapier! Und kaltem, fließendem Wasser! Und: Sonnencreme. Die hatte ich nämlich inzwischen komplett ausgeschwitzt und meine Lippen brannten und platzten nach und nach auf. Dann prügelte ich mich mit ein paar Männern um frisches Trinkwasser bei der Labestation und sah dabei aus dem Augenwinkel ein kleines Brötchen mit Schinken und Salami drauf… Ich hatte noch nie während einem Rennen irgendwas „richtiges“ gegessen. Verträgt mein Magen das? Ach, schlimmer als dieser Wasserbauch mit Kohlenhydrat-Mischungen und Riegel-Bröseln drinnen konnte es nicht werden. Also schnappte ich mir schnell noch 2 Mini-Brote, die in diesem Moment besser schmeckten als das Surschnitzel bei der Poidlhütte. Sorry Adrian. Nur vom ISO-Zeug sollten wir unbedingt die Finger lassen, hatte man uns gesagt. Das verträgt sich nämlich gar nicht gut mit den Gels.

Weiter ging’s: Die Mittagssonne wärmte die Felswand neben uns so richtig schön auf. Der Asphalt wirkte eher wie kaum verhärtete Lava. Die Plätze im Schatten waren heiß umkämpft, wenn es überhaupt welche gab. Die Riegel und Gels, die ich sonst so gerne aß, schmeckten mir spätestens ab Nummer 15 nicht mehr „besonders gut“. Das Wasser in meinen Flaschen sorgte auch nicht mehr für Erfrischung, die mit Kohlenhydraten versetzte Mischung in Flasche 2 war aufgrund der Temperatur dermaßen eingedickt und kaum mehr trinkbar. Eine zuckrige Sirup-Masse ist für so einen aufgeblähten Rennfahrer- Bauch echt eine Herausforderung. Und überhaupt, diese bescheuerten Motivations-Schilder: die fand ich gar nicht mehr lustig, bei jedem weiteren fuhr ich allerdings ein bisschen schneller, um sie nicht mehr sehen zu müssen. Der Col de Romme mit 9 km und 8,8% Steigung im Schnitt forderte Tribut, immer mehr Teilnehmer lagen an den wenigen Schattenplätzen am Straßenrand. Knapp 130 km war ich nun unterwegs, meine bislang längste Ausfahrt und Probleme machten Körperteile, die ich bislang beim Radfahren noch nie gespürt habe: mein Kreuz und meine Arme. Irgendwann war es mir bei der recht knackigen Steigung aufgrund der Schmerzen nicht mehr möglich, zu meiner Trinkflasche zu greifen. Die Hitze und der Wassermangel führten zu Schwindel und ich ließ abreißen und schlängelte mich rechts aus dem Feld. Ich füllte etwas Wasser in die Kohlenhydrat-Mischungs-Flasche und trank diese auf Ex. Tatsächlich konnte ich schon wenige Sekunden später wieder klar denken und mich besser bewegen!

Die letzte Stunde hatte niemand in meiner Nähe ein Wort gesproche. Es ging kein einziges Lüftchen, die Luft war so aufgeladen und heiß, man hätte sie schneiden können. Hin und wieder hörte man, wie sich jemand verschaltet oder ein knarzendes Tretlager – oder ein Husten und Stöhnen.  Die letzten mir bekannten Menschen hatte ich bei der Labestation des 1. Passes gesehen – und so freute es mich umso mehr, als ein sehr großer, bärtiger Mann rechts neben mir meinte “Oh, it’s you again!” Wir sind uns scheinbar auf dem flachen Stück immer wieder begegnet, doch nun fehlten uns beiden einiges an Flüssigkeit und Zucker. Ich gab ihm einen Riegel von meinem Vorrat, zog mir die Kappe unter dem Helm aus und wir beschlossen, die restlichen Kilometer bis zum Gipfel gemeinsam zu fahren. “All I want to do is to finish this goddamn Col as fast as possible.” – das dachte ich mir auch, schließlich war die Hitze und die Stille kaum mehr auszuhalten. Also quatschten wir (oder besser gesagt ich quatschte, er ächzte), bis wir es nach oben geschafft hatten, und ich wünschte ihm vor der Abfahrt noch ein sicheres Rennen.

Unicorn Cycling Team Alpecin Letape du Tour

Col de la Colombière / 7,5 km mit 8,5% Avg.

Plötzlich sah ich zwei rot-blaue Trikots aufblitzen: Markus und Laura aus unserem Team, die ich bisher noch gar nicht auf der Strecke gesehen hatte, düsten auf der Abfahrt an mir vorbei. Ich wollte einfach nur sicher zum letzten Anstieg kommen, behielt mein Tempo bei, auf dem Weg zum Col de la Colombière könnte ich sie ja vielleicht eh noch einmal einholen. Und tatsächlich, so war es auch: ich hatte mir meine Energien gut eingeteilt und konnte noch ordentlich in die Pedale steigen. Während ich bislang von den Wattwerten irgendwo zwischen schlechtem und guten Tag herumpendelte, schaffte ich am letzten Anstieg die Werte für den sehr guten Tag! Auch mein Puls blieb unten. Im Nachhinein erfuhr ich von Daniel: aus Erschöpfung. Egal! Ich freute mich, den letzten Anstieg der Kategorie 1 kurz über meinem GA2-Bereich zu fahren und dennoch ordentlich flott unterwegs zu sein! Ich blieb einfach auf der linken Seite und konnte am Feld vorbei ziehen, hier war auch mehr als genug Platz, ich fühlte mich sicher und gut. Wenn ich eine Lücke fand, ordnete ich mich ein, um noch ein bisschen Energie zu sparen. Ich musste einfach die ganze Zeit grinsen: bald, ganz bald, war es geschafft!

Unicorn Cycling Team Alpecin Letape du Tour

Abfahren… Juhu…. Man sieht mir meine Begeisterung an!

Nun ging es in die 15 km lange Abfahrt in den Zielort Le Grand Bornard – ich dachte mir nur: Nicht sterben. Nicht sterben. Nicht sterben.  Ich weiß, die meisten, die diesen Artikel lesen werden, schlecken sich nach einer solchen Abfahrt auf gesperrten Straßen die Finger ab. Auch Laura und Markus schossen wieder an mir vorbei. Ganz im Gegenteil zu mir; am liebsten wäre es mir gewesen, wenn mich nach den Anstiegen jeweils ein Auto abgeholt hätte. Hätte hätte Fahrradkette… Ich sah das Orts-Schild des Ziels in Le Grand-Bornand. Und grinste wieder.

unicorn_cycling_letape_du_tour_2018_team_alpecin

Zieleinfahrt in Le Grand-Bornand

Das harte Training der letzten Monate war es wert gewesen. Ich ging noch einmal in den Wiegetritt für den Ziel-Sprint und rollte nach 9:08 Minuten Netto-Fahrzeit und 10:42 mit Pausen ins Ziel! Mir schossen die Tränen in die Augen. Ich konnte gar nicht anders! Aber musste dabei lachen, ich sah unseren Kamera-Mann, der mir auf den letzten zwei Pässen beinahe auf die Nerven gegangen war (Sorry! Du hast ja nur deinen Job gemacht, ich weiß! 😉 ), aber mich auch noch mal ordentlich angefeuert hatte, dass ich bei weitem nicht die letzte vom Team wäre! Mit der Medaille um den Hals setzte dann auch die Erleichterung ein. Ich hatte es geschafft! Eine echte Berg-Etappe der Tour de France! 169 km mit 4000 Höhenmetern (laut Wahoo „nur“ 3900?) nach nicht mal einem Jahr Rennrad-Fahren. Hättest du mir letzten Juli gesagt, ich würde Rennen fahren, lange Rennen, extreme Rennen, hätte ich dir den Vogel gezeigt. Idiot. Wer macht sowas? Tja, ich habe es gemacht. Laura war kurz vor mir ins Ziel gekommen, wir plünderten das Buffet mit kaltem Wasser und unfassbar gutem, französischen Käse und machten uns auf den Weg zum Alpecin-Wagen.

Ein fantastischer Tag auf dem Rad ging zu Ende und die Gefühle der letzten Stunden überrollten mich. Vor allem war ich aber eins: Verdammt stolz! Beim Abschluss-Grillen am Abend bekamen wir alle ein gelbes Trikot. Wir haben zwar nicht das Rennen gewonnen, aber jeder von uns konnte heute einen kleinen Sieg über sich selbst einfahren – ob Arne, Laura oder ich als Rennrad-Rookies oder Franky und Stefano, die beide die selbe Zeit gefahren sind und es damit in die Top-1000 geschafft haben!

Strava: Hier

Platzierungen:
Insgesamt 10402/12209
Frauen gesamt: 478/keine Ahnung
Altersklasse: 141/195
Auf den Anstiegen war ich eher im hinteren Drittel – bis auf den letzten, den Col de la Colombière, da konnte ich im Mittelfeld gut mithalten.

Aber ganz ehrlich: die Platzierung ist doch nach so einer Challenge wurscht, zumindest mir.

 

 

Photos: Sportograf // Daniel – RoadBIKE // Bengt Stiller Photography // Meine, beim Fahren aus Sicherheitsgründen mit der HTC RE gemacht

Basics Training Travel

Team Alpecin 2018: Trainingscamp in Kaltern

4. April 2018

Heute ist mein erster richtiger Rest-Day seit dem Training Camp in Kaltern – und womit könnte man das besser feiern als mit Pizza? In Südtirol, wo ich letzte Woche mit meinen Teamkollegen vom Team Alpecin eine Woche verbringen durfte, war das Essen allerdings auch grandios. Das brauchten wir auch, denn wer eine gute Leistung abbringen möchte, der braucht auch genug Energie!

Unser Tagesablauf begann mit einer Runde Morgensport. Continue Reading

Allgemein Travel

Team Alpecin 2018: Treffen in Bielefeld

18. März 2018

So, es ist so weit. Ich sitze im Flugzeug. Zurück geht nicht mehr! Aber warum zurück?
Ach, ich fange ganz vorne an: Ich bin Nora, 23 Jahre alt und darf dieses Jahr für das Jedermann-Team von Alpecin fahren. Im Dezember habe ich mich beworben – und unglaublicher weise funktionierte es gleich beim ersten Mal! Erfahren habe ich vom Team Alpecin, als ich kurz nach meiner ersten Ausfahrt einen Artikel in der RoadBIKE gelesen habe: Die Mitglieder vom Team Alpecin 2017 berichteten über ihre Erfahrung beim Ötztaler Radmarathon. Für mich war das zu diesem Zeitpunkt noch undenkbar: ein Rennen? Mit so vielen Höhenmetern? An einem Tag?

Continue Reading

Basics

Mein Rennrad-Abenteuer: wie es begann!

9. März 2018

Aller Anfang ist… ja, wie ist der Anfang für mich gewesen? Möglicherweise kennst du mich schon etwas länger. Wenn du mir vor einem Jahr gesagt hättest, ich würde meinen Pöter freiwillig bei Minusgraden auf einen harten Sattel bewegen, mit 60 km/h auf dem Seitenstreifen einer italienischen Autostrada einen Hügel runter wetzen oder an einem Tag mal eben knapp 1300 Höhenmeter bezwingen, hätte ich höchstens Gelacht und einen Schluck von meinem Vodka Soda genommen. Continue Reading