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Team Alpecin 2018: Trainingscamp in Kaltern

4. April 2018

Heute ist mein erster richtiger Rest-Day seit dem Training Camp in Kaltern – und womit könnte man das besser feiern als mit Pizza? In Südtirol, wo ich letzte Woche mit meinen Teamkollegen vom Team Alpecin eine Woche verbringen durfte, war das Essen allerdings auch grandios. Das brauchten wir auch, denn wer eine gute Leistung abbringen möchte, der braucht auch genug Energie!

Unser Tagesablauf begann mit einer Runde Morgensport. Im Fokus standen in erster Linie Faszientraining, korrektes Stretching und Core Training. Alle Drei sind im Alltag eines erfolgreichen Sportlers essentiell – und wichtig, um bis ins Hohe Alter ganz vorne im Peloton mit dabei zu sein. Mir als Mannschafts-Küken fielen einige Übungen deutlich leichter als Anderen, dafür taten sich beim Core Training einige Defizite auf. Allerdings war es wirklich sehr hilfreich, meine Teamkollegen bei den Übungen zu beobachten. Hier konnte ich wichtige Lektionen für Zuhause mitnehmen!

Beim Frühstück tauschten wir uns über das Wetter und die Strecken des Tages aus und füllten unsere Energiespeicher auf. Abfahrt war dann immer zwischen halb 10 und 11. Allerdings immer erst nach einem letzten technischen Check-Up der Bikes.

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Das Training war wirklich vielseitig: vom Fahren in der Gruppe, fahrtechnischem Training bis hin zu knackigen und langen Berganstiegen war wirklich alles dabei. Mein täglicher Lieblingsmoment war der Climb zurück zum Hotel Haus am Hang. Viele der Zeiten, die hier aufgestellt wurden, kamen von früheren “Alpecinis”, wie wir uns liebevoll nennen. Zwar belege ich auf dem Segment nach wie vor “nur” den 4. Platz, allerdings waren meine Vorgängerinnen auch sehr stark! Mein persönliches Highlight war der Anstieg ab Lana und klarerweise der Mendelpass. An beiden Tagen war ich in einer sehr Kondition, das Wetter und die Straßen traumhaft und die Dynamik im Team einmalig.

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Der Mendelpass war übrigens mein erster Anstieg mit über 10 km – genauer gesagt 13 km und knapp 900 HM – und ganz ehrlich, unten am Berg hätte ich mir nicht gedacht, dass ich es da rauf schaffe. Ich fiel schnell zurück und bildete mit 2 Teamkollegen das Schlusslicht. Meine Taktik war, den Puls möglichst weit unten zu halten, was bei mir 170 Schläge die Minute sind. Nach einigen Höhenmetern merkte ich aber, dass da noch was drinnen war und setzte mich nach vorne von der Gruppe ab.

Berge klettere ich gerne allein hoch und so genoss ich die wundervollen Straßen und die Umgebung, die sich nach und nach von grün in weiß verwandelte. Unten hatte es 12 Grad, oben waren die Temperaturen knapp unter dem Nullpunkt. Irgendwann hatte ich es dann geschafft und konnte sogar noch ein paar Plätze wettmachen. Auf dem Gipfel konnte ich wirklich nicht mehr aufhören zu strahlen! In einem kleinen Restaurant schnappte ich mir einen doppelten Espresso, zog mir meine warmen Sachen über und nun erwarteten mich 13 KM wundervollster Abfahrt!

Abends ging es dann nach einer Dusche für das Rad und einem Bad für mich zur Teambesprechung und zum Dinner. Bei den Pre- und After-Ride-Workshops gab es auch viel zu Lernen: Ralf von Squeezy erklärte uns zum Beispiel alles zur Sporternährung und ich hörte zum ersten Mal von Glykogen, Carb Loading und so weiter. Aber dazu demnächst mehr! Auch zum Compex und zu unserem Rad-Computer Wahoo ELEMNT habe ich schon viele Fragen gestellt bekommen, deswegen denke ich, dass es ich zu diesen beiden Topics auch einen eigenen Blogbeitrag schreiben werde!

Aus der Woche gehe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge, schließlich sah ich meinen Freund, der mich seit meinem Beginn so unglaublich unterstützt und mit dem ich schon viele Kilometer im Sattel verbracht habe, endlich wieder. Doch auch meine Teamkollegen, Trainer Flo vom Radlabor, Lude, den olympischen Goldmedaillen-Gewinner Mario Kummer, Rad-Legende Maurizio Fondriest und all die anderen, wichtigen Leute hinter den Kulissen, habe ich sehr lieb gewonnen! Nun heißt es die nächsten 3 Monate, 12 Stunden die Woche nach Trainingsplan zu Trainieren – neben meinem Vollzeit-Job auch eine Challenge, die aber dank der Zeitumstellung, den steigenden Temperaturen und dem Verständnis meines Chefs gut zu bewältigen ist!

Aber ich habe noch mehr spannende News: am 1. Mai werde ich mit dem Team bei Eschborn-Frankfurt und Anfang Juni beim St. Pöltener Radmarathon san den Start gehen, damit ich ein bisschen Renn-Erfahrung vor dem großen Team-Highlight, der L’Étape du Tour sammeln kann. Was sind eure Renn-Highlights dieses Jahr?

Übrigens: mehr vom Team Alpecin gibt es in meinem Blogpost zum Team Treffen in Bielefeld!
Wollt ihr wissen, wie ich mit dem Rennrad-Fahren begonnen habe? Dann schaut euch doch mal diesen Blogpost an!

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Bilder: Copyright Henning Angerer

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2 Comments

  • Reply Wie es sich anfühlt, als Rennrad-Rookie die L'Étape du Tour zu fahren - Unicorn Cycling 1. August 2018 at 14:14

    […] Trainingsplan bekam, war ich mir sicher, dass das eine großartige Idee war. Auch als ich in Kaltern bei unserem Trainingscamp bei Abfahrten immer hinter den anderen herlutschte, kam mir nicht ein Gedanke, dass eine […]

  • Reply Team Alpecin: alles über unser Equipment, Events und die Anmeldung für 2019 - Unicorn Cycling 2. Dezember 2018 at 20:04

    […] kann hier nur meine Erfahrungen teilen: für alle Team-Events zusammen (Team-Treffen in Bielefeld, Trainings-Camp in Kaltern, mein erstes Rennen in Eschborn Frankfurt, L’Étape du Tour in Annecy) habe ich mir +- 12 […]

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